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Weintrauben für Hunde

Obst und Gemüse sind für den Hund gesund und daher als Futterzusatz aber auch als Snack zwischendurch optimal geeignet. Sie liefern nicht nur Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, sondern auch Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die sich positiv auf die Gesundheit des Hundes auswirken. Allerdings müssen Hundehalter bei der Auswahl sehr sorgfältig sein. Nicht jede Obst- und Gemüsesorte ist unbedenklich. Ganz im Gegenteil, einige sind für den Hund sogar hochgiftig, wie etwa die Weintraube.

Institute warnen vor Trauben

Weintrauben zählen zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschen. Egal ob als frische Traube, als Rosine oder als Wein – Menschen lieben diese Früchte. Hunde aber reagieren auf die kleinen Beeren mit schweren Vergiftungserscheinungen. Sowohl das amerikanische Animal Poisons Control Center (ASPCA) als auch das britische Institut Veterinary Poisons Information warnen vor Weintrauben. Forscher stießen bei Untersuchungen auf seltsame Vergiftungen bei insgesamt 19 Hunden. Sie alle hatten Weintrauben in unterschiedlichen Mengen gefressen. Es handelte sich um verschiedene Traubensorten, die weder mit Spritzmitteln behandelt noch mit anderen chemischen Mitteln oder Schwermetallen belastet waren. Von den Hunden überlebte nur etwa die Hälfte.

Auch Rosinen sind gefährlich

Welche Substanz für den Hund derart giftig ist, ist bis heute noch nicht völlig erforscht. Sicher ist, dass rund 10 bis 30 Gramm Trauben pro Kilogramm Körpergewicht ausreichen, um Vergiftungserscheinungen beim Hund auszulösen. Das wären bei einem 20 Kilogramm schweren Hund etwa 200 bis 600 Gramm Weintrauben. Bei Rosinen liegt die gefährliche Menge sogar bei nur rund 2,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Das bedeutet, eine Menge von etwa 56 Gramm getrocknete Weintrauben reicht aus, um einen Hund von 20 Kilogramm zu vergiften. Allerdings muss nicht jeder Hund mit Symptomen auf den Verzehr der Trauben reagieren. Hat das Tier jedoch eine größere Menge der Früchte gefressen, sollte es in jedem Fall zum Tierarzt gebracht werden.

Symptome einer Vergiftung

Die Symptome treten einige Stunden nach dem Verzehr der Trauben oder Rosinen auf. Die Tiere erbrechen und haben keinen Appetit. Einige Tiere reagieren mit Durchfall, Bauchschmerzen und Magenkrämpfen. In schweren Fällen kommt es rund 24 Stunden nach dem Verzehr zu Nierenversagen. Die Tiere werden ruhig oder sogar lethargisch. Sie können kaum oder gar kein Wasser mehr lassen. Die beiden Institute konnten neben den dramatisch hohen Nierenwerten bei einigen Tieren auch eine Hyperkalzämie feststellen. Diese liegt vor, wenn der Kalziumgehalt im Blut erhöht ist. Als Erste-Hilfe-Maßnahme bei einer Vergiftung können dem Hund Aktivkohletabletten verabreicht werden. Die Kohle kann das Gift im Darm binden.

Rasch zum Tierarzt

Hundebesitzer sollten ihr Tier beim geringsten Verdacht auf eine Weintraubenvergiftung dennoch so rasch wie möglich zum Tierarzt bringen. Dieser wird sofort eine intravenöse Flüssigkeitstherapie einleiten, um den Elektrolythaushalt des Tieres zu stabilisieren. Zusätzlich wird das Tier mit Magenschutz, Phosphatbindern und Mitteln gegen Übelkeit und Durchfall versorgt. Um die Harnproduktion zu fördern, können auch Diuretika verabreicht werden. Bei schweren Vergiftungen wird der Tierarzt den Hund stationär aufnehmen und über einen längeren Zeitraum mit Infusionen versorgen. Dabei werden regelmäßig die Blutwerte kontrolliert. Um diese gefährliche Situation zu vermeiden, sollte der Hundebesitzer in jedem Fall dafür sorgen, dass der Hund keinerlei Zugang zu Weintrauben oder Rosinen hat. Vorsicht ist hier auch während eines Spaziergangs zur Lesezeit im Herbst gegeben. Gerade zu dieser Zeit kann der Hund in den Weinbergen rasch unbemerkt Trauben oder auch Trester fressen. Idealerweise gewöhnen Hundehalter ihren Liebling erst gar nicht an den Geschmack und vermeiden selbst die Fütterung kleinster Mengen.

Letzte Aktualisierung am 26.05.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API