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Vegetarisches Hundefutter – fleischfreie Nahrung für den Vierbeiner

Der Anteil der Esser in Deutschland, welche sich fleischfrei ernähren, hat seit jeher stark zugenommen. Gemüse, Sojaprodukte oder Fleischersatzprodukte erfreuen sich deshalb starker Beliebtheit. Doch nicht nur der Mensch ist in der Lage, sich auch ohne Fleisch gesund und wohlgenährt zurechtzufinden, auch die Vierbeiner profitieren von einer vegetarischen, oder gar veganen, Essensweise.

Das Ammenmärchen, dass der Magendarmtrakt von Hunden nicht dazu ausgelegt ist, einzig und allein Gemüse, Getreide und andere fleischlose Kost zu verdauen, konnte durch zahlreiche Untersuchungen widerlegt werden. Deshalb, und da es eine schonende Alternative für den Erhalt der Umwelt ist, entscheiden sich immer mehr Hundehalter für das vegetarische Hundefutter.

Einzig und allein bei der ausreichenden Zufuhr von wichtigen Vitaminen und Nährstoffen, insbesondere bei Aminosäuren und bei dem VitaminB12, muss der Hundehalter, der vegetarische Kost füttert, vorsichtig sein. Deshalb sollte ein Wechsel oder gar eine dauerhaft fleischfreie Ernährung mit dem zuständigen Hundearzt abgesprochen werden, damit der geliebte Vierbeiner immer optimal versorgt ist und es so nicht zu Mangelzuständen kommen kann.

Leichte Umstellung der üblichen Fleischkost – so gelingt der Wechsel zum vegetarischen Hundefutter

Die Umstellung zum fleischfreien Futter sollte ganz im Rhythmus des Hundes geschehen. Das bedeutet, dass die neue Kost peu á peu zu den herkömmlichen Mahlzeiten gereicht wird. Vorerst sollte man dem Vierbeiner, nebst der gewohnten Ration Fleischfutter, eine weitere Schüssel mit dem vegetarischen Hundefutter reichen. Nach und nach kann dann das Hundefutter durch die neue Nahrung ersetzt werden. Dies gelingt am besten, lässt man dem Tier ausreichend Zeit für die Umstellung. Es sollte in jedem Fall darauf geachtet werden, dass der pelzige Freund gewillt ist, das neue, vegetarische Futter auch anzunehmen. Verschmäht der Hund dieses, kann eine andere Sorte oder eine andere Zusammenstellung der Nahrung ausprobiert werden.

Hat sich der Vierbeiner dann an die vegetarische Kost gewöhnt, sollte dieser erst einmal nicht aus den Augen gelassen werden. Geht es dem Hund gut, klagt dieser nicht über Schmerzen etc., ist dies schon ein gutes Zeichen. Dennoch sollte das Tier nach etwa 4 Wochen vom Tierarzt durchgecheckt werden. Hier kann dann auch der zukünftige Essensplan besprochen werden, beziehungsweise Nahrungsergänzungsmittel gereicht werden.

Überblick der wichtigsten Nährstoffe – das braucht der pelzige Freund wirklich

Das vegetarische Hundefutter bietet jedem Hundehalter eine gute Gelegenheit, einen genaueren Blick auf die Inhaltsstoffe des Produktes zu werfen. Nicht selten wurden in herkömmlichen Hundefutter mit Fleisch viele Zusätze gefunden, welche dem Vierbeiner nicht gut tun, so beispielsweise Zucker, Zusatzstoffe oder sogar Knochenmehl und Leberbestandteile.

Damit das Herrchen gut informiert ist, ob sich in der vegetarischen Nahrung ausreichend Nährstoffe, Vitamine, Proteine, Fette und Mineralstoffe finden, lohnt ein Blick auf die Inhaltsstoffe. Für Hunde allen Alters und jeder Größe müssen ausreichend

  • Iod
  • Zink
  • Eisen
  • Kupfer
  • Phosphor
  • Kalzium
  • VitaminB12
  • Aminosäuren

gefüttert werden. Möchte man das Futter selbst herstellen, kann man sich auch wunderbar beim Tierarzt informieren.

Generell gilt: Sojaprodukte, Ei oder Milchprodukte, vor allen Dingen Quark, sind natürliche Lieferanten für die wichtigen Proteine. Andere Nähr- und Mineralstoffe, so Aminosäuren oder das VitaminB12, können fast ausschließlich über Fleisch aufgenommen werden. Hier werden also Zusatzpräparate benötigt, welche dem Hund unter das Essen gemischt werden oder in Form eines Leckerlis verabreicht werden können. Auch in dieser Angelegenheit findet man schnell Hilfe beim behandelnden Tierarzt.

Vegetarisches Hundefutter kaufen – Tipps und Tricks für die optimale Auswahl

Da sich das fleischfreie Futter für den Vierbeiner großer Beliebtheit erfreut, ist die Auswahl an unterschiedlichen Produkten schlichtweg riesig. Sei es ein Bio-Hundefutter ohne Zusatzstoffe, ein Hundefutter, das ohne Tierversuche produziert wurde, oder ein herkömmliches Nass- oder Trockenfutter – ein besorgter Hundehalter hat hier die Qual die Wahl.

Vor dem Kauf sollte man sich deshalb informieren, welches Produkt für die eigene Hunderasse und das Alter, so wie die Bedürfnisse des Vierbeiners die optimale Auswahl ist. Natürlich kann man auch zwischen unterschiedlichen Futtersorten wechseln und so ein wenig Abwechslung auf den Speiseplan bringen, doch sollte man die Gewöhnung an das fleischfreie Hundefutter ausschließlich mit einem Produkt ausführen.

Für die perfekte Kaufentscheidung lohnt sich ein Blick auf die verwendeten Inhaltsstoffe. Ein zu hoher Anteil an Getreide beispielsweise, dient lediglich zum Strecken des Futters und ist für das Tier wenig reichhaltig. Soja, als gute Quelle zahlreicher Nährstoffe und Vitamine, sollte in jedem Fall enthalten sein, während Avocado, Trauben, Pflaumen oder gar Koffein ganz und gar nicht in das Futter gehören.

Übrigens: Trockenfutter eignet sich hervorragend für die tägliche Fütterung und kann sogar als Leckerli für zwischendurch herhalten. Nassfutter kann sehr einfach selbst hergestellt werden, zum Beispiel durch Rezepte oder Anregungen aus unterschiedlichen Hundekochbüchern.

Letzte Aktualisierung am 21.07.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API