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Trocken- oder Nassfutter

Das wohl wichtigste Thema im Bereich der Hundehaltung ist jenes der richtigen Ernährung. Hunde müssen ausgewogen und ihrer Natur entsprechend gefüttert werden. Der Handel hat dies vor langer Zeit erkannt und bietet heute Futter für jede Lebenssituation des Vierbeiners an. Zu Beginn steht allerdings eine grundlegende Entscheidung: Soll der Vierbeiner mit Trocken- oder Nassfutter versorgt werden?

Die Herstellung von Nassfutter

Wie aus dem Namen bereits zu entnehmen ist, enthält Nassfutter einen hohen Wasseranteil. Dieser liegt zumeist zwischen 75 und 80 Prozent und stammt direkt aus den Grundzutaten des Futters. Die Rohstoffe für das Hundefutter werden in diesem Fall in ihrem natürlichen Zustand belassen und nicht getrocknet. Die Zutaten wie Fleisch, Obst, Gemüse und ander Zusätze werden in Dosen abgefüllt und im Autoklaven bei hoher Temperatur und hohem Druck sterilisiert. Diese Art der Herstellung hat ihre Vorteile. Viele der heute erhältlichen Nassfuttersorten sind in puncto Qualität jenen der Trockenfuttersorten überlegen. Allerdings muss bei den wasserlöslichen Vitaminen wie C und B mit Verlusten gerechnet werden. Es müssen daher Vitamine zugesetzt werden, um die notwendigen Nährstoffwerte zu erreichen. Die zugesetzten Vitamine werden als Zusatzstoffe auf der Verpackung deklariert. Nassfutter bietet dem Hund zudem einen niedrigeren Energiegehalt als Trockenfutter. Es wird von der Menge daher mehr Futter benötigt.

Trockenfutter ist gesund für die Zähne

Bei der Herstellung von Trockenfutter wird zwischen kalt gepresstem und extrudiertem Futter unterschieden. Die Zutaten werden in beiden Fällen gemahlen und vermischt. Beim Kaltpressverfahren wird diese Mischung unter großem Druck in Form gepresst. Bei der Herstellung im Extruder wird zusätzlich Wasserdampf zugeführt. Die Hitze sorgt dafür, dass die Rohstoffe aufgeschlossen werden, was für eine gute Verdaulichkeit sorgt. Diese Art von Futter muss vom Hund mechanisch durch Beißen bearbeitet werden. Das sorgt dafür, dass sich Zahnbelag schwerer ablagert und bereits vorhandener wieder abgerieben wird. Bei der Fütterung mit Trockenfutter muss stets darauf geachtet werden, dass der Hund genug Wasser zu sich nimmt. Durch die hohe Nährstoffdichte wird mengenmäßig weniger Futter benötigt. Dies sorgt auch für geringere Kotmengen. Trockenfutter ist in Form von Pellets oder sogenannten Kroketten erhältlich und ist zumeist in Säcken abgepackt. Es ist sauber in der Handhabung und auch die Hunde können damit ihre Umgebung nur schwer verunreinigen.

Jedes Futter hat Vor- und Nachteile

Generell gilt, dass Feuchtfutter von Hunden deutlich besser akzeptiert wird, da es geschmacklich intensiver ist. Dies kommt vor allem bei heiklen Hunden zu tragen. Der hohe Feuchtigkeitsgehalt hilft dabei, dass auch schlechte Trinker oder Hunde, die einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf haben, genug Wasser bekommen. Gerade alte Tiere, oder jene mit Zahnproblemen bevorzugen Nassfutter, weil es für sie leichter zu fressen ist. Trockenfutter enthält zudem häufig hohe Mengen an Getreide, was bei Hunden schwere Allergien nach sich ziehen kann. Hochwertige Trockenfutter sind aber auch ohne Getreidezusatz erhältlich. Damit steht es hochwertigem Nassfutter keinesfalls nach. Ein großer Nachteil des Nassfutters ist allerdings mit Sicherheit der produzierte Müll. Hier liegt demnach das Trockenfutter vorne. Es ist auch einfacher zu handhaben und zu transportieren. Prinzipiell ist es also reine Geschmackssache, für welche Sorte Futter man sich entscheidet. Sowohl Nass- als auch Trockenfutter haben Vor- und Nachteile. Wichtig ist, dass der Hund das Futter gerne frisst, es einen hohen Fleischanteil aufweist und dem tatsächlichen Bedarf des Hundes entspricht.

Letzte Aktualisierung am 21.09.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API