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Rinderpansen für den Hund

Geht es um Hundefutter und dessen Inhaltsstoffe, trifft man als Hundehalter immer wieder auf die Bezeichnung Pansen. Pansen ist nicht nur beliebte Zutat von Fertigfuttermitteln, sondern auch getrocknet als Snack beliebt. Hunde lieben Pansen, und zwar in jeder Variation – ganz egal ob roh, getrocknet oder gekocht. Der positive Nebeneffekt dabei ist, dass der Rindermagen sogar noch äußerst gesund für die Vierbeiner ist.

Grüner und weißer Pansen

Als Wiederkäuer hat das Rind drei Vormägen. Der Größte davon ist der Pansen, in dem die Gärung des Futters stattfindet. Daneben wird im Pansen Zellulose durch Mikroorganismen aufgeschlossen und resorbiert. Gemeinsam mit dem Netzmagen sorgt er für das Hochwürgen des Futters in die Maulhöhle, damit dieses wiedergekäut werden kann. Der Pansen besteht aus der innenliegenden Schleimhaut und einer Muskelschicht mit glatter Muskulatur. Außen wird er umgeben vom Bauchfell. Im Handel erhältlich sind der grüne und der weiße Pansen. Während der weiße Pansen, der auch unter dem Namen Kutteln bekannt ist, gewaschen und geputzt in den Handel kommt, ist der grüne Pansen völlig unbehandelt. Hier ist noch ein Rest Mageninhalt vorhanden, der sich in den Zotten festgesetzt hat. Daher kommt auch der Name grüner Pansen. Doch genau dieser grüne Mageninhalt, gemischt mit den wichtigen Bakterien macht den Pansen derart gesund für den Hund.

Der grüne Pansen ist gesund

Im grünen Pansen findet man rund 200 verschiedene Bakterienarten. Es handelt sich dabei um probiotische Bakterien, die sich besonders auf die Darmflora des Hundes sehr positiv auswirken. Sie bilden daneben essenzielle Vitamine und sind wichtig für die Verdauung von pflanzlichen Nahrungsbestandteilen. Sie stärken das Immunsystem und können sogar das Allergierisiko senken. Pansen enthält wertvolle pflanzliche Stoffe, Enzyme, Vitamine, Eisen, Kupfer, Jod, Magnesium, Kalzium, Kalium und Cholin. Bei rund 13 Prozent Eiweiß enthält er nur rund 9,5 Prozent Fett. Wird der Hund gebarft, ist es daher wichtig, nur den grünen Pansen zu verfüttern. Dem weißen Pansen fehlen die gesamten Nährstoffe. Er eignet sich daher nur für die Futtermittelindustrie oder als Mahlzeit zwischendurch. Als Alleinfutter, das täglich gegeben wird, ist aber auch die grüne Variante nicht ideal. Er sollte beim Barfen maximal einmal pro Woche verfüttert werden.

Pansen in vielen Varianten

Vor der Fütterung muss der Pansen gut kontrolliert werden. Nachdem er nicht geputzt wurde, können sich unter Umständen Fremdkörper zwischen den Zotten befinden. Viele Hundebesitzer vermeiden die Fütterung von Pansen. Der Grund dafür ist der für den Menschen sehr unangenehme Geruch. Wer seinem Hund trotzdem Pansen nicht vorenthalten möchte, greift auf Alleinfuttermittel zurück. Futtermittelhersteller wie Dr. Clauder’s, Rinti und Landfleisch bieten Feuchtfutter mit Pansen an. Zwar hat auch dieses einen speziellen Geruch, der jedoch deutlich angenehmer als jener des rohen Magens ist. Wer Pansen roh verfüttern möchte, der sollte einen Fleischer in seiner Nähe fragen. Hier ist er frisch, ganz nach Wunsch verfügbar. Es gibt ihn mittlerweile aber auch schon tiefgefroren, fertig gewolft. Besonders beliebt bei den Vierbeinern ist getrockneter Pansen. Er kommt als Kauprodukt in den Handel und auch hier wird zwischen der weißen und der grünen Variante unterschieden. Pansen ist aber auch eine beliebte Zutat für Leckerlis, Hundekekse oder Hundekuchen und Hundewürste. So kann der Vierbeiner auch zwischendurch einen gesunden Snack zu sich nehmen.

Letzte Aktualisierung am 26.05.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API