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Futterplan für Hunde

Viele Hundebesitzer sind daran gewöhnt, ihren Vierbeinern täglich fix fertiges Alleinfutter zu verabreichen. Damit hat der Hund alle notwendigen Nährstoffe sowie entsprechend Energie. Es ist einfach und praktisch und den Hunden schmeckt dieses Hundefutter zumeist auch. Ein Futterplan wäre für diese Art der Ernährung absolut nicht notwendig. Wichtig wird er aber dann, wenn der Hund auf Rohfütterung umgestellt werden soll. Bei dieser Art der Fütterung gilt es, einige Punkte zu beachten. Ein Futterplan kann dabei helfen, dass der Hund abwechslungsreich und artgerecht ernährt wird.

Roh füttern nach Plan

Die Rohfütterung orientiert sich am natürlichen Verhalten der Vorfahren des Hundes und an seinen Beutetieren. Bei der Erstellung eines Futterplanes werden verschiedene Teile der Beute in Gruppen unterteilt. Die Menge des Futters ist dabei abhängig von Alter, Gewicht, Aktivität und Gesundheitszustand des Hundes. Generell gilt, dass der Hund täglich eine Futtermenge von rund zwei bis drei Prozent seines Körpergewichts benötigt. Ein sehr aktiver Hund benötigt eher mehr, ein träger Hund eher weniger Futter. Rund 70 Prozent dieser Futtermenge muss aus Fleisch bestehen, rund zehn Prozent sollten fleischige Knochen ausmachen. Die restlichen 20 Prozent sollen aus Obst und Gemüse zusammengesetzt sein, wobei der Schwerpunkt auf Gemüse liegt. Ein Futterplan hilft dem Hundehalter dabei einen Überblick zu behalten und soll gleichzeitig sicherstellen, dass der Hund alle notwendigen Nährstoffe erhält. Besonders wichtig ist dieser Plan bei Allergien, Unverträglichkeiten, organischen oder chronischen Problemen.

Fleisch bildet die Grundlage

Die Grundlage im Futterplan bilden Fleisch, Knochen, Innereien und Fette. Ideal sind bei der Rohfütterung Muskelfleisch, Zunge, Kopffleisch, Magen, Herz und Kronenfleisch. Dabei sollte das Fleisch keinesfalls fettfrei sein, denn Fett ist für den Hund ein sehr wichtiger Energielieferant. Neben dem Fleisch sind auch Innereien für den Hund von Bedeutung. Sie sollten rund zehn bis 15 Prozent des gesamten Fleischanteils ausmachen. Optimal sind hier Niere, Milz, Lunge und Leber. Neben den Innereien sollten auch Knochen und Knorpel auf dem Futterplan vertreten sein. Sie dienen der Kalziumversorgung und bieten dem Hund Beschäftigung. Etwa fünf Prozent der Gesamtration sollten blanke Knochen sein und zehn Prozent rohe fleischige Knochen.

Obst, Gemüse und hochwertige Fette

Neben dem Fleisch benötigt der Hund Obst und Gemüse. Rund 20 Prozent der gesamten Futterration sollten aus pflanzlichen Bestandteilen bestehen. Dieses muss fein püriert oder gedünstet sein, denn dem Hund fehlen Enzyme, um Zellulose aufzuschließen. Diese Verarbeitung der pflanzlichen Nahrungsbestandteile imitiert den Mageninhalt eines Beutetieres. Die pflanzlichen Bestandteile des Futters reinigen den Darm und lockern den Stuhl auf. So wird einer Verstopfung entgegengewirkt. Zum Barfen können sehr viele Obst- und Gemüsesorten verwendet werden. Bei einigen Sorten ist Vorsicht geboten, andere sind für den Hund absolut unverträglich. Idealerweise sollte mehr Gemüse verfüttert werden. Besonders wichtig bei der Rohfütterung sind Öle und Fette. Sie dürfen auf dem Futterplan keinesfalls fehlen. Ideal sind Fisch-, Hanf- und Leinöl. Sie enthalten die für den Hund lebensnotwendigen Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren. Sie sind essenziell was bedeutet, dass der Hundekörper sie nicht selbst herstellen kann.

Gesunde Ergänzungen

Mit zahlreichen Vitaminen, Mineralien und Fetten sind Nüsse optimal für Hunde. Sie sind besonders gesund für Herz und Hirn. Auch hier muss auf die Sorte geachtet werden, denn nicht jede Nuss ist für den Hund gesund. Roher Fisch ist reich an Omega-3-Fettsäuren und Proteinen. Zusätzlich liefert er wichtige Spurenelemente und Vitamine. Je nach Wunsch können dem Futter auch Algen wie Spirulina und Chlorella beigefügt werden. Sie sind besonders reich an Aminosäuren, Zink, Jod und Kupfer. Auch Propolis und Grünlippmuschelextrakt reichern das Futter des Vierbeiners optimal an und sollten auf dem Futterplan nicht fehlen. Ab und zu darf natürlich auch ein Milchprodukt auf dem Plan stehen. Gut verträglich sind Quark und Hüttenkäse. Bei anderen Milchprodukten ist wieder Vorsicht geboten. Neben diesen wichtigen Futterbestandteilen können auch Kräuter die Nahrung des Hundes perfekt ergänzen. Der Futterplan sorgt dabei optimal für die Ausgewogenheit. Meist wird er nur in den ersten Wochen benötigt. Hat sich die Fütterung eingespielt, erübrigt er sich zumeist rasch.

Letzte Aktualisierung am 21.09.2017 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API